Artgerechtes Futter für Spechte

Zu den bei uns in Deutschland heimischen Spechtarten gehören:

  • Buntspecht
  • Dreizehenspecht
  • Grauspecht
  • Grünspecht
  • Kleinspecht
  • Mittelspecht
  • Schwarzspecht
  • Wendehals

Alle genannten Spechtarten können und sollten so ernährt werden, wie wir es in diesem Kapitel beschreiben.

Die ersten beiden Lebenswochen

Junge Spechte werden in ihren ersten beiden Lebenswochen ausschließlich mit Insekten gefüttert. Die Insekten sollten mit etwas Korvimin ZVT angereichert sein, um die Nährstoffversorgung zu optimieren. Es dürfen nur frische, vorher abgetötete Insekten oder aufgetaute Tiefkühlinsekten an die Vögel verfüttert werden, nicht jedoch getrocknete. Die toten Insekten werden mit lauwarmem Wasser in einem Sieb abgespült und dann in ein Schälchen geschüttet. Welche Insekten sich als Nahrung eignen, erfahren Sie in unserer Beschreibung der Futtermittel. Alternativ kann ein spezieller Insektenbrei gereicht werden, siehe Rezept. Eine zusätzliche Wassergabe ist nicht erforderlich.

Die Zeit nach dem Verlassen des Nestes

Ab der dritten Woche können wenige eingeweichte Beoperlen sowie klein geschnittene Früchte zugefüttert werden. Der Anteil an Insektenkost sollte dann trotzdem mindestens bei 50% liegen.
Wendehälse bilden hier eine Ausnahmen, sie bleiben bei der Insektenkost und bekommen keine Beoperlen und Früchte.

Spechte kann man gut mit einem großen Löffel füttern, auf dem man das Futter vor den Schnabel des Vogels hält. Der Jungspecht pickt es normalerweise selbst von dort ab.

Sobald junge Spechte anfangen, selbst zu fressen, bietet man Insekten an, auch lebende (zum Beispiel Mehlwürmer). Ferner reicht man den Vögeln klein geschnittene Früchte, zerkleinerte Nüsse und eingeweichte Beoperlen.

Die Fütterung mit der Hand muss jedoch weiter erfolgen, bis sich die Jungvögel vollkommen selbstständig ernähren können.

Grünspechte, Grauspechte, Schwarzspechte und Wendehälse ernähren sich später in freier Wildbahn vorwiegend von Ameisen. Es empfiehlt sich deswegen, sie während der Ästlingsphase ab und zu mit übergestülptem Käfigoberteil an eine Stelle zu setzen, wo es viele Ameisen gibt, damit sie ihre zukünftige Nahrung kennen lernen können.