Unterbringung junger Mauersegler

Junge Mauersegler dürfen niemals in einem Käfig untergebracht werden, sondern nur in einer glattwandigen Wanne, aus der sie nicht herausklettern können. Man kann ferner einen großen Pappkarton als Nestersatz verwenden.

Eine Behausung für junge Mauersegler inklusive einer darüber befestigten Wärmequelle, © Anke Dornbach
Eine Behausung für junge Mauersegler inklusive einer darüber befestigten Wärmequelle, © Anke Dornbach

Als Bodenbelag für die Mauerseglerbehausung eignet sich ein Frotteehandtuch, auf das man mehrere Lagen Küchenpapier legen sollte, da dies die Reinigung erleichtert. Im Bedarfsfall kann man jeweils nach dem Kotabsatz die beiden obersten Küchentücher entfernen. Ein zusammengeknülltes Tuch am Boden wird von manchen Vögeln gern als Sitzplatz genutzt. Für noch nestjunge Segler muss die Grundfläche nicht so groß sein, ältere Segler brauchen eine Grundfläche von mindestens 30 cm x 40 cm. Wie bei allen Höhlenbrütern empfiehlt sich auch bei Mauerseglern, die Behausung zur Hälfte mit einem Tuch ab zu decken. Mauersegler werden am besten in kleinen Gruppen aus zwei bis vier Vögeln pro Kiste gemeinsam untergebracht.

Junge Mauersegler brauchen je nach Alter und Gefiederzustand Wärme. Als Wärmequelle können Sie entweder eine Wärmflasche (auch nachts regelmäßig mit warmem Wasser auffüllen) verwenden, oder ein  SnuggleSafe Wärmekissen.

Die kleinen Füße und nach vorn gerichteten Zehen der Mauersegler eignen sich perfekt zum Klammern an Wänden, © Jordi Roy Gabarra via Flickr
Die kleinen Füße und nach vorn gerichteten Zehen der Mauersegler eignen sich perfekt zum Klammern an Wänden, © Jordi Roy Gabarra via Flickr

Damit die jungen Mauersegler ihre Muskulatur bereits in der Obhut des Menschen trainieren können, sollte man ihnen dafür entsprechende Möglichkeiten bieten. Mauersegler mögen schräg gestellte „Wände“ aus rauem Karton oder ähnlichen Materialien, die man mit einem Handtuch bespannt. An diesen „Wänden“ können die Vögel nach Herzenslust klettern, wobei sie ihre Brustmuskulatur für das spätere Leben in Freiheit trainieren können. Die Bespannung sollte regelmäßig auf Verunreinigungen durch Kot überprüft und gegebenenfalls gewechselt werden.

Man sollte jedoch auf alle Fälle darauf achten, die Wände so aufzustellen, dass die Vögel sie nicht als Startrampe gebrauchen können. Mauersegler versuchen nämlich ihrem Instinkt folgend sehr rasch, aus der Behausung auszubrechen.

Achtung: Die in diesem Kapitel genannten Hinweise gelten auch für Alpensegler, die mit den Mauerseglern sehr nah verwandt sind und in Deutschland normalerweise nur ganz im Süden vorkommen.

Linktipp: Eine ausführliche und sehr empfehlenswerte Beschreibung, wie man junge Mauersegler unterbringen sollte, kann auch auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Mauersegler im Kapitel Unterbringung nachgelesen werden.