Große Rekorde aus der Vogelwelt

Beitrag von Gaby Schulemann-Maier, Team Wildvogelhilfe, zuletzt aktualisiert im April 2016

Klicken Sie bitte auf die Einträge der folgenden Listen, um zu den jeweiligen Beschreibungen der Rekorde weiter unten in diesem Kapitel zu gelangen:

Die Schwergewichte

Die größten Spannweiten

Hoch-, Weit- und Schnellflieger sowie Langzeitflieger

Schnellläufer und -schwimmer sowie Lang- und Tieftaucher

Eine Übersicht über noch mehr Rekorde finden Sie im Hauptkapitel dieses Beitrags.


Schwerster flugfähiger Vogel allgemein

Riesentrappe (Ardeotis kori), © Carol Foil via Flickr
Riesentrappe (Ardeotis kori), © Carol Foil via Flickr

Es gibt eine Reihe von Vogelarten, die recht groß und schwer sind und dennoch fliegen können – allerdings meist nur unter enormem Kraftaufwand. Der schwerste flugfähige Vogel der Erde ist die Riesentrappe (Ardeotis kori), auch Koritrappe genannt. Männchen können bis zu 19 kg schwer werden (Quelle: Wikipedia.de). Bis zu 1,3 m beträgt die Körpergröße dieser hochbeinigen Tiere. Beheimatet sind Riesentrappen in den Savannen und Halbwüsten in Ost- und Südafrika.

Knapp an diesen Rekord heran reicht das Gewicht der auch in Deutschland vorkommenden Großtrappe (Otis tarda). Bis zu circa 16 kg können Männchen dieser Vogelart schwer werden. Etwas mehr als einen Meter ist der Körper dieser Vögel lang.


Schwerster Greifvogel

Weiblicher Andenkondor (Vultur gryphus), © Sylvia Urbaniak/Greifvogelhilfe.de
Weiblicher Andenkondor (Vultur gryphus), © Greifvogelhilfe.de

Weltweit kommen etliche verschiedene Greifvogelarten aus unterschiedlichen Familien vor. Sehr stattlich sind in aller Regel die Geier, die mit Vertretern aus der Familie der Habichtartigen (Accipitridae) und der Neuweltgeier (Cathartidae) in den verschiedenen Teilen der Welt beobachtet werden können. Der schwerste unter den Greifvögeln stammt aus der Familie der Neuweltgeier, es ist der Andenkondor (Vultur gryphus). Männchen dieser Vogelart können bis zu 15,9 kg schwer werden, siehe Link. Der deutsche Name dieser Vogelart deutet bereits an, wo sich ihr Lebensraum befindet: Diese großen Geier kommen in den Anden in Südamerika vor. Das geschlossene Verbreitungsgebiet reicht von Peru bis nach Feuerland, ferner kommen die Tiere in versprengten, voneinander getrennten Gebieten vor, die unter anderem in Kolumbien und Venezuela liegen.

In der Rangliste der 15 schwersten derzeit auf der Erde vorkommenden Vogelarten belegt der Andenkondor Rang 14. Vor ihm befinden sich andere Vogelarten, die überwiegend flugunfähig sind, zum Beispiel der Afrikanische Strauß oder der Königspinguin. Außer dem Andenkondor gibt es in der Top 15 der schwersten Vogelarten der Erde keine weiteren Greifvögel.


Schwerster und größter flugunfähiger Landvogel

Männlicher Afrikanischer Strauß (Struthio camelus), © Lip Kee Yap via Flickr
Männlicher Afrikanischer Strauß (Struthio camelus), © Lip Kee Yap via Flickr

Nicht alle Vögel, die es auf der Welt gibt, können fliegen. Einige Arten haben im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte ihre Flugfähigkeit verloren, weil sie sie in ihrem Lebensraum nicht benötigt haben oder weil sie schlichtweg sehr groß und schwer geworden sind. Der stattlichste unter den flugunfähigen Vögeln der Erde ist der Afrikanische Strauß (Struthio camelus). Wie es sein Name vermuten lässt, lebt er auf dem afrikanischen Kontinent südlich der Sahara; einst war er auch im nördlichen Afrika sowie im westlichen Asien verbreitet.

Männchen können eine Höhe von bis zu 2,5 m erreichen und sie wiegen bis zu 135 kg. Etwas zierlicher sind die Weibchen gebaut, sie werden zwischen 1,75 und 1,9 m groß und können zwischen 20 und 110 kg wiegen, siehe Wikipedia.de. Die englische Version der Wikipedia berichtet sogar von männlichen Afrikanischen Straußen, die 2,8 m groß und 156 kg schwer werden können, siehe Link.

Afrikanische Strauße sind außerdem die schnellsten flugunfähigen Läufer unter den Vögeln, siehe unten.


Schwerster und größter flugunfähiger Seevogel

Kaiserpinguin-Familie (Aptenodytes forsteri), © Martha de Jong-Lantink via Flickr
Kaiserpinguin-Familie (Aptenodytes forsteri), © Martha de Jong-Lantink via Flickr

Der Kaiserpinguin (Aptenodytes forsteri) hat eine Körpergröße von 1 bis 1,3 m und ist damit der größte flugunfähige Seevogel. Zudem ist er der schwerste Vertreter dieser Kategorie, die Tiere wiegen zwischen 22 und 3 kg, siehe Wikipedia.de. Gemäß der englischen Wikipedia sollen diese Tiere sogar bis zu 45,4 kg schwer werden können, siehe Link.

Kaiserpinguine sind die größten Vertreter der Familie der Pinguine (Spheniscidae). In der Antarktis sind diese stattlichen Vögel zirkumpolar verbreitet, das heißt, sie kommen rund um den Südpol vor. Sie halten neben dem Größen- und Gewichtsrekord einen weiteren: Sie sind die am weitesten südlich lebende Pinguinart. Ihre Nahrung erbeuten sie im Meer, sie sind sehr gute Schwimmer und können ebenso gut tauchen. Fische, Tintenfische und Krill (kleine Krebstiere) stehen auf ihrem Speisezettel.


Größte Flügelspannweite eines Landvogels

Der Marabu (Leptoptilos crumeniferus) gehört zu den Landvögeln mit der größten Flügelspannweite, auch wenn er sich diesbzeüglich vom Andenkondor geschlagen geben muss, © Gaby Schulemann-Maier
Der Marabu (Leptoptilos crumeniferus) gehört zu den Landvögeln mit der größten Flügelspannweite, auch wenn er sich diesbzeüglich vom Andenkondor geschlagen geben muss, © Gaby Schulemann-Maier

Der Landvogel mit der größten Flügelspannweite der Welt ist der Andenkondor (Vultur gryphus), der auch den Rekord als schwester Greifvogel hält. Gemäß der deutschen Wikipedia beträgt die Flügelspannweite dieser Vogelart über 3 m, die englische Wikipedia berichtet, dass sie bis zu 3,3 m betragen kann.

In der Liste der Landvögel mit der größten Flügelspannweite folgt hinter dem in Südamerika beheimateten Andenkondor ein Vogel-Riese aus Afrika: der Marabu (Leptoptilos crumeniferus). Mit seiner Flügelspannweite von bis zu 3 m ist dieser Vertreter der Familie der Störche (Ciconiidae) eine beeindruckende Erscheinung, auch wenn er den Rekord der größten Spannweite nicht hält.


Größte Flügelspannweite eines Seevogels

Wanderalbatros (Diomedea exulans), © David Cook via Flickr
Wanderalbatros (Diomedea exulans), © David Cook via Flickr

Einige Seevögel sind extreme Langstreckenflieger und sie legen einen großen Teil dieser enormen Entfernungen im kräftesparenden Gleitflug zurück. Um über den Ozeanen ideal gleiten zu können, brauchen sie einen typischen Körperbau mit sehr langen und gleichzeitig schmalen Schwingen – sie erinnern damit an Segelflugzeuge. Die Familie der Albatrosse (Diomedeidae) hat diesen Körperbau perfektioniert und es verwundert deshalb nicht, dass der Seevogel mit der größten Flügelspannweite aus ihren Reihen kommt. Es ist der Wanderalbatros (Diomedea exulans), der eine Spannweite von rund 3,24 m hat, siehe Wikipedia.de. Eine andere Quelle berichtet sogar von Flügelspannweiten bis zu 3,5 m für diese Vogelart, siehe Link.

Die Brutgebiete der Wanderalbatrosse liegen auf den subantarktischen Inseln und die Vögel jagen über den südlichen Ozeanen. In Europa treten sie nur als sehr seltene Irrgäste in Erscheinung. Im 20. Jahrhundert hat es lediglich zwei Sichtungen auf unserem Kontinent gegeben.


Längster Aufenthalt in der Luft eines Landvogels

Erwachsener Mauersegler im Flug, © Dave Curtis via Flickr
Erwachsener Mauersegler im Flug, © Dave Curtis via Flickr

Etwa von Mai bis Ende Juli/Anfang August kann man in Deutschland und anderen mitteleuropäischen Ländern Mauersegler (Apus apus) beobachten. Sie gehören zu den beeindruckendsten Flugkünstlern unter den Landvögeln. Vom Zeitpunkt, an dem die Jungvögel ihr Nest verlassen, fliegen sie ununterbrochen bis zu dem Tag, an dem sie selbst zum ersten Mal selbst brüten. Weil die erste Brut etwa im Alter von zwei bis drei Jahren erfolgt, verbringen diese Vögel somit eine entsprechend lange Zeit fliegend, siehe Link. Nicht einmal zum Schlafen lassen sich Mauersegler irgendwo nieder. Sie steigen nachts in große Höhen auf und segeln dort gewissermaßen im „Autopilot“, während sie schlafen. Den größten Teil des Jahres leben diese Vielflieger in Afrika. Keine andere Vogelart der Welt verbringt so viel Zeit fliegend in der Luft wie die Mauersegler oder ihre Verwandten aus der Familie der Segler (Apodidae).


Längster Aufenthalt in der Luft eines Seevogels

Rußseeschwalbe (Sterna fuscata); © Gaby Schulemann-Maier
Rußseeschwalbe (Sterna fuscata); © Gaby Schulemann-Maier

Von den in den Tropen beheimateten Rußseeschwalben (Sterna fuscata) weiß man, dass sie bis zu drei Jahre ununterbrochen in der Luft bleiben können. Man geht davon aus, dass diese Vögel sogar bis zu zehn Jahre über dem Meer verbringen können, wobei sie die meiste Zeit fliegen oder gelegentlich auf dem Wasser schwimmen, siehe Link. An Land kommen diese 33 bis 36 cm langen Seevögel normalerweise nur zum Brüten. Rußseeschwalben brüten in Kolonien, die sich meist auf tropischen, äquatornahen Inseln befinden. Eine der größten Brutkolonien liegt beispielsweise auf Bird Island, einer Insel der Seychellen. Die Autorin dieses Beitrags ist selbst bereits dort gewesen. Ihre fotografischen Eindrücke aus der Brutkolonie und von anderen Stellen der Insel können auf Fotoreiseberichte.de betrachtet werden.


Größte Flughöhe

Sperbergeier (Gyps rueppelli), © roger smith via Flickr
Sperbergeier (Gyps rueppelli), © roger smith via Flickr

Wenn wir Menschen in Verkehrsflugzeugen sitzen und aus der Reiseflughöhe, die meist mehr als 11 km über der Erdoberfläche liegt, aus dem Fenster schauen, würden wir wohl kaum erwarten, dort plötzlich einen Vogel zu sehen. Aber der in Afrika beheimatete Sperbergeier (Gyps rueppelli) kann tatsächlich dermaßen hoch fliegen. Bekannt ist dies, weil es am 29. November 1973 im Luftraum über der Elfenbeinküste zu einer Kollision eines solchen Vogels mit einem Verkehrsflugzeug gekommen ist, der Zusammenstoß fand in 11.274 Höhe statt, siehe Link. In dieser Höhe ist die Luft extrem dünn und es ist mehr als erstaunlich, dass die Sperbergeier dort überhaupt noch genügend Sauerstoff beim Atmen aufnehmen.


Längste Zugstrecke

Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea), © Gaby Schulemann-Maier
Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea), © Gaby Schulemann-Maier

Nur 33 bis 36 cm ist die Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea) groß. Doch obwohl diese Vögel vergleichsweise zierliche Geschöpfe sind, verbringen sie geradezu unglaubliche Leistungen, um in den für sie idealen Gebieten brüten und überwintern zu können. Die Brutreviere dieser Seevögel liegen in der Nordpolarregion und die Überwinterungsplätze in ähnlichen Lebensräumen auf der Südhalbkugel. Zweimal jährlich fliegen Küstenseeschwalben von der einen zur anderen Hemisphäre und legen dabei für den Hin- und Rückflug zusammengenommen rund 30.000 km zurück. Manche Individuen fliegen sogar noch erheblich längere Strecken, laut der deutschen Wikipedia wurde eine jährliche Zugstrecke von 90.000 km nachgewiesen. An einem Tag legen diese Vögel maximal circa 520 km fliegend zurück, wenn sie Rückenwind haben. Während der Migration sind die Tagesetappen durchschnittlich meist etwa 330 km lang.


Schnellster Flügelschlag

Sonnenkolibri (Heliactin bilophus), © Original: Ernst Haeckel, Foto: © PurpleHz via Wikipedia
Sonnenkolibri (Heliactin bilophus), © Original: Ernst Haeckel, Foto: © PurpleHz via Wikipedia

Mehr als 330 verschiedene Arten bilden die Familie der Kolibris (Trochilidae). Sie kommen ausschließlich in Nord-, Zentral- und Südamerika vor, in anderen Erdteilen leben keine Kolibris. Diese Vögel sind sehr klein und für ihre extrem wendigen Flugmanöver bekannt. Dabei bewegen sie ihre Schwingen in enormem Tempo. Der Vogel mit dem schnellsten Flügelschlag der Welt ist ein Kolibri, sein Name lautet Sonnenkolibri (Heliactin cornuta). Auch Goldhauben-Schmuckkolibri oder Sonnenstrahlelfe werden diese Vögel genannt. Sie bewegen ihre Flügel mit einer Frequenz von bis zu 90 Schlägen por Sekunde, siehe Wikipedia.de. Das Verbreitungsgebiet dieser zierlichen Turbo-Flieger erstreckt sich über Teile von Suriname, Brasilien und Bolivien, sie leben somit in Südamerika.


Schnellster Streckenflieger

Männliche Eiderente (Somateria mollissima) im Prachtkleid; © Gaby Schulemann-Maier
Männliche Eiderente (Somateria mollissima) im Prachtkleid; © Gaby Schulemann-Maier

Bei Vögeln versteht man unter dem Streckenflug jenen Flug, bei dem eine möglichst große Entfernung am Stück zurückgelegt werden soll – die Tiere machen also gewissermaßen Strecke, wie es im allgemeinen Sprachgebrauch oft heißt. Dabei können sie verschiedene Flugstile anwenden und unterschiedlich rasant fliegen. Als der schnellste Streckenflieger unter den Vögeln – oder zumindest einer der schnellsten – gilt die Eiderente (Somateria mollissima). Sie kann eine Geschwindigkeit von bis zu 113 km/h erreichen, siehe Link. Eiderenten sind im Durchschnitt circa 58 cm groß und sie sind an den nördlichen Küsten in Europa, Asien und Amerika beheimatet. Im Prachtkleid sind die Männchen recht bunt, während die Weibchen wie für viele Entenarten typisch ein unscheinbares, bräunliches Gefieder zeigen.


Schnellster Sturzflug

Wanderfalke (Falco peregrinus), © Ron Knight via Flickr
Wanderfalke (Falco peregrinus), © Ron Knight via Flickr

Der Wanderfalke (Falco peregrinus) gehört in Sachen Flugkunst zu den versiertesten Vögeln der Welt. Er ist ein extrem wendiger Flieger und kann im Sturzflug immens hohe Geschwindigkeiten erreichen. Laut der deutschen Wikipedia haben verlässliche Radarmessungen ergeben, dass Wanderfalken im Sturzflug Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erreichen können. In einem Film, der auf Youtube abrufbar ist, konnte eine Höchstgeschwindigkeitvon 389 km/h während des Sturzflugs nachgewiesen werden, siehe Video bei Filmminute 2:39. Damit ist der Wanderfalke nicht nur der Vogel, der den schnellsten Sturzflug beherrscht, sondern gleichzeitig insgesamt der schnellste Vogel der Welt. Beheimatet ist der Wanderfalke auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis. Auch in Deutschland kommen diese rasanten Meisterflieger vor.


Maximale Tauchtiefe eines flugfähigen Vogels

Eistaucher (Gavia immer), © Robin Horn via Flickr
Eistaucher (Gavia immer), © Robin Horn via Flickr

Mitunter dringen Eistaucher (Gavia immer) während ihrer Nahrungssuche unter Wasser bis in Tiefen von rund 200 m vor, siehe Link. Meist halten sich diese Vögel jedoch nur in Tiefen von zehn bis 15 Meter auf. Eistaucher leben auf der Nordhalbkugel und brüten in der Taiga und Tundra des nordamerikanischen Kontinents. Den Winter verbringen diese etwa 73 bis 78 cm langen Tiere unter anderem an den Küsten Nord- und Mitteleuropas, sodass man sie mit ein wenig Glück dann auch in Deutschland beobachten kann.

Es gibt eine Quelle im Internet, die für die Dickschnabellumme (Uria lomvia) eine maximale Tauchtiefe von 210 m angibt, siehe Link. Eine Quelle, um dies zu verifizieren, konnte ich leider nicht finden, weshalb ich an dieser Stelle den Eistaucher als Rekordhalter in Bezug auf die maximale Tauchtiefe einer flugfähigen Vogelart angebe.


Maximale Tauchtiefe und -dauer flugunfähiger Vögel

Kaiserpinguin (Aptenodytes forsteri), © Enzo Fiorelli via Flickr
Kaiserpinguin (Aptenodytes forsteri), © Enzo Fiorelli via Flickr

Der Kaiserpinguin (Aptenodytes forsteri) hält im Vogelreich eine Reihe von Rekorden, darunter die, der schwerste und gleichzeitig der größte flugunfähige Seevogel zu sein, siehe oben.

Hinzu kommt, dass diese Tiere während der Nahrungssuche sehr tief und lang tauchen können. Sie schwimmen auf ihren Beutezügen bis in Tiefen von 535 m und fangen dort unter anderem Fische und Tintenfische. Dabei können sie bis zu 18 Minuten unter Wasser bleiben. Belegt sind diese beiden Angaben in der englischen Wikipedia.


Schnellster flugfähiger Läufer

Wegekuckuck (Geococcyx californianus), © Anne Reeves via Flickr
Wegekuckuck (Geococcyx californianus), © Anne Reeves via Flickr

Obwohl sie fliegen können, gibt es einige Vogelarten, die sich lieber am Boden laufend fortbewegen. Der schnellste unter ihnen ist der Wegekuckuck (Geococcyx californianus). Inklusive ihres langen Schwanzes sind diese Vögel 51 bis 61 cm lang und sie haben auffällig lange Beine. Gemäß der deutschen Wikipedia erreichen diese zur Familie der Kuckucksvögel (Cuculiformes) gehörenden Tiere Geschwindigkeiten von 24 bis 31 km/h. Auf der englischsprachigen Wikipedia-Seite ist sogar von einer maximalen Geschwindigkeit von bis zu 42 km/h die Rede. Beheimatet ist der Wegekuckuck in den Steppen, Wüsten und Halbwüsten der südwestlichen USA. Sein englischer Name lautet „Greater Roadrunner“, also Straßenrenner. Es gibt sogar eine Zeichentrickfigur, die auf ihm basiert.


Schnellster flugunfähiger Läufer

Männlicher Afrikanischer Strauß (Struthio camelus), © zgmorris13 / Pixabay
Männlicher Afrikanischer Strauß (Struthio camelus), © zgmorris13 / Pixabay

Dies ist ein weiterer Rekord, den der Afrikanische Strauß (Struthio camelus) hält; er ist außerdem die größten und schwerste flugunfähige Vogelart, siehe oben. Die stattlichen Vögel erreichen mit Hilfe ihrer extrem muskulösen Beine laut der deutschen Wikipedia Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h. Solche Spitzenwerte erbringen die Vögel nur vorübergehend während kurzer Sprints, wohingegen sie eine Geschwindigkeit von 50 km/h eine halbe Stunde lang halten können. Afrikanische Strauße können so schnell laufen, weil sie eine anatomische Besonderheit aufweisen: Anders als die Füße anderer Vögel weisen die der Afrikanischen Strauße nur zwei Zehen auf. Während die Tiere rennen, nutzen sie die Flügel, um ihr Gleichgewicht zu halten.


Schnellster Schwimmer unter Wasser

Eselspinguin (Pygoscelis papua), © David Cook via Flickr
Eselspinguin (Pygoscelis papua), © David Cook via Flickr

Wie viele andere Wasser- und Seevögel erbeuten die Vertreter der Familie der Pinguine (Spheniscidae) ihre Nahrung unter Wasser. Sie ernähren sich beispielsweise von Fischen, Kleinkrebsen (Krill) und Tintenfischen. Beim Schwimmen unter Wasser können Pinguine mit ihrem stromlinienförmigen Körper sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen. Auf kurzen Strecken ist der Eselspinguin (Pygoscelis papua) der schnellste gefiederte Schwimmer der Welt. Er kann vorübergehend und kurzzeitig bis zu 36 km/h schnell schwimmen, siehe Link. Eselspinguine leben in der Antarktis und Subantarktis, sie sind zwischen 75 und 90 cm groß. Übrigens können Kaiserpinguine (Aptenodytes forsteri) ähnlich schnell unter Wasser schwimmen; sie sind außerdem die größten und schwersten flugunfähigen Seevögel, siehe oben.