Adressen von Auffangstationen und Pflegestellen
Bitte sehen Sie davon ab, uns nur zu schreiben, an einem bestimmten Ort sei ein verletzter Vogel. Wir sind nicht in der Lage vor Ort zu helfen, sondern können lediglich an unsere Liste mit Auffangstationen sowie an einen vogelkundigen Tierarzt verweisen.
Wir haben hierfür den Schwerpunkt auf Vogelstationen gesetzt. Bei den meisten in unserem Internetprojekt genannten Stellen handelt es sich um von Privatpersonen geleitete Stationen, doch auch offizielle Vogelauffangstationen, Tierheime, Vereine, Zoos und Tierparks finden sich in unserer Liste.
Keine Station in der Nähe
Nicht überall gibt es flächendeckend Auffangstationen und es kann vorkommen, dass in Ihrer Nähe keine ist. Folgendes können Sie noch versuchen, wobei wir keine Gewähr für die Qualität dieser Stationen geben können:
- Geben Sie in einer Suchmaschine Ihren Wohnort und den Begriff „Wildvogelhilfe“ ein. Mit etwas Glück lässt sich auf diese Weise noch eine Station finden, die näher gelegen ist. Nicht alle Stationen befinden sich in unserer Liste.
- Der NABU bietet ebenfalls eine Liste mit Auffangstationen an, die Sie hier finden können.
- Für gefundene, in Not geratene Tauben können Sie sich auch an diese Facebookgruppe wenden, welche ein bundesweites Netz mit Tauben-Pflegestellen besitzt. Vorausgesetzt natürlich, Sie sind bei Facebook aktiv.
- Schreiben Sie uns eine Email, wir wissen manchmal noch Anlaufstellen, die nicht in unsere Liste aufgeführt sind.
Bitte wählen Sie die Auffangstation oder Pflegestelle mit Bedacht aus. Letztendlich tragen Sie die Verantwortung für das Wohlergehen des von Ihnen aufgefundenen Wildvogels und die Wahl der Auffangstation entscheidet nicht selten über Leben und Tod.
Was Sie bedenken sollten
- Sie sollten Verständnis dafür aufbringen, dass gerade die eine oder andere Privatperson, die Wildvögel in der Regel in ihrer Freizeit und auf eigene Kosten pflegt, nur begrenzte Kapazitäten hat und deswegen eventuell zur „Hochsaison“ nicht sämtliche Vögel aufnehmen kann. Die Aufzucht, Behandlung und Auswilderung eines Wildvogels kann je nach Art sehr kostspielig sein. Mit einer Geld- und/oder Sachspende helfen Sie deshalb, das Überleben der Station zu gewährleisten. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass Zoos und Tierparks sich in erster Linie für größere Vogelarten wie Greifvögel, Wasservögel, Störche und Reiher eignen. Für diese Arten haben private Auffangstationen häufig keine adäquaten Unterbringungsmöglichkeiten. Kleinere Vogelarten sind nach unseren Erfahrungen bei anderen Auffangstationen besser aufgehoben.
- Tierheime verfahren recht unterschiedlich mit abgegebenen Wildvögeln. Bitte bedenken Sie, dass in den meisten Tierheimen die Pfleger bereits mit den dortigen Haustieren mehr als ausgelastet sind und mit der zusätzlichen Pflege von Wildvögeln überfordert werden. Einige Tierheime lehnen daher die Annahme von Wildvögeln von vorneherein ab oder geben sie an Personen weiter, die sich um die Aufzucht und Pflege kümmern. Andere Tierheime, denen solche Anlaufstellen fehlen, sind dazu gezwungen, die abgegebenen Wildvögel „nebenher“ laufen zu lassen, womit eine ausreichende Betreuung nicht immer möglich ist.
- Klären Sie vorab bitte auch genau ab, wie die Person/Institution mit gehandicapten oder kranken Tieren verfährt. Nicht jede Station pflegt dauerhaft freiheitsuntaugliche Vögel. Die Euthanasie wird in vielen Fällen aus unterschiedlichen Gründen vorgezogen.
- Sollten Sie nach einem Dauerpflegeplatz für ihren gehandicapten Fundvogel suchen, so erkundigen Sie sich vorab bitte genau über die Haltungsbedingungen (keine Einzelhaltung, artgerechte Voliere etc.). Haben Sie einen adäquaten Platz gefunden, so erweist es sich als sinnvoll, ab und an nach dem Befinden des Vogels zu fragen. Und dies nicht nur aus Gründen der „Kontrolle“. VogelpflegerInnen, die mit Herz bei der Sache sind, freuen sich über Ihre Nachfrage!
Die Pflege und Aufzucht von Wildvögeln ist extrem zeit- und kostenaufwendig. Die Station, die Ihren Pflegling aufnimmt, wird sich sicher sehr freuen, wenn Sie nachfragen, inwieweit Sie Hilfe anbieten können. Möchten Sie wissen, wie Sie sich für unser Projekt, die Wildvogelhilfe, engagieren können, so sprechen Sie uns bitte an unter wildvogelhilfe@wildvogelhilfe.org.
Über die Adresse wildvogelhilfe@gmail.com können Sie uns über Paypal auch eine finanzielle Zuwendung zukommen lassen.
Vielen lieben Dank!

Der Transport von Vögeln zu Auffangstationen
Haben Sie eine Auffangstation gefunden, die den Vogel übernehmen würde, sollte Ihr Pflegling schnellstmöglich und auf schonende Weise dort hin transportiert werden.

Je nach Alter und Größe des Vogels eignet sich hierfür ein Karton entsprechender Größe mit Luftlöchern. Auf den Boden sollte eine rutschfeste Unterlage, zum Beispiel ein Frotteehandtuch, gelegt werden.
Für schwache Vögel, die das Gleichgewicht nicht halten können und für Jungvögel formt man aus einem weiteren Handtuch eine Rolle, setzt den Vogel aufrecht in die Mitte und legt eine Wärmequelle unter das Handtuch, beispielsweise eine Wärmflasche. Die Temperatur sollte dann ungefähr 30 °C betragen.

Jungvögel, die noch ganz oder teilweise unbefiedert wind, benötigen unbedingt eine Wärmequelle unter dem Nestersatz, zum Beispiel eine handwarme Wärmflasche, Körnerkissen, Taschenwärmer oder Ähnliches. Sie dürfen nicht auskühlen und müssen sich warm anfühlen. Wenn Sie eine Begleitperson haben, kann diese auch den unbefiederten Nestling behutsam in der warmen Hand halten.
Altvögel, die „nur“ verletzt sind, ansonsten aber stabil wirken, benötigen keine Wärmequelle.
Der Karton wird oben geschlossen, um ein Entkommen des Vogels zu vermeiden.
Den Karton platziert man vor Sonne geschützt im Fußraum hinter dem Sitz oder auf dem Rücksitz des Autos, hierbei ist eine Fixierung mit dem dem Sicherheitsgurt besonders wichtig. Es sollte in dem Fahrzeug während des Transportes nicht geraucht werden und auch laute Musik und längere Aufenthalte bei hohen Außentemperaturen sollten vermieden werden.
Sollte es Ihnen nicht möglich sein, den Vogel über lange Strecken zu transportieren, stellen Pendler eine Alternative dar, die regelmäßig oder auch einmalig die Strecke fahren und bereit sind, Ihren Pflegling mit zu nehmen. Der Vorteil ist ein rascher und auch kostengünstiger Transport des Vogels. Allerdings hat diese Option den Nachteil, dass Sie nicht wissen nicht, an wen sie dabei geraten und wie dieser Mensch mit Ihrem Vogel umgeht. Vorherige Telefonate, in denen Sie die Situation schildern, können Aufschluss darüber geben, ob Sie die Person für vertrauenswürdig halten oder nicht.
Unsere Erfahrungen mit Pendlern als Vogelkuriere waren bislang positiv.
Wenn Sie bei Facebook aktiv sind, finden Sie auch Gruppen, die privat Fahrdienste für Tiere anbieten, zum Beispiel
