Adressen von Auffangstationen und Pflegestellen

Die auf diesen Seiten aufgeführten Auffangstationen und Pflegestellen haben wir basierend auf aktuellen Informationen von Naturschutzbehörden in ganz Deutschland zusammengestellt. Falls Ihnen Adressänderungen oder Ähnliches bekannt sind, die auf unserer Website noch nicht berücksichtigt wurden, würden wir uns über eine Nachricht per E-Mail sehr freuen.

Wir haben hierfür den Schwerpunkt auf Vogelstationen gesetzt. Bei den meisten in unserem Internetprojekt genannten Stellen handelt es sich um von Privatpersonen geleitete Stationen, doch auch offizielle Vogelauffangstationen, Tierheime, Vereine, Zoos und Tierparks finden sich in unserer Liste bzw. auf der Karte.


Da wir nur die wenigsten der aufgeführten Auffangstationen und Pflegestellen persönlich kennen, können wir keine Gewähr für deren Fachkompetenz geben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie vorab bei der von Ihnen ausgewählten Adresse Informationen einholen.

Bitte wählen Sie die Auffangstation oder Pflegestelle mit Bedacht aus. Letztendlich tragen Sie die Verantwortung für das Wohlergehen des von Ihnen aufgefundenen Wildvogelsund die Wahl der Auffangstation entscheidet nicht selten über Leben und Tod!


Was Sie bedenken sollten

  • Sie sollten Verständnis dafür aufbringen, dass gerade die eine oder andere Privatperson, die Wildvögel in der Regel in ihrer Freizeit und auf eigene Kosten pflegt, nur begrenzte Kapazitäten hat und deswegen eventuell zur „Hochsaison“ nicht sämtliche Vögel aufnehmen kann. Die Aufzucht, Behandlung und Auswilderung eines Wildvogels kann je nach Art sehr kostspielig sein. Mit einer Geld- und/oder Sachspenden helfen Sie deshalb, das Überleben der Station zu gewährleisten.Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass Zoos und Tierparks sich in erster Linie für größere Vogelarten wie Greifvögel, Wasservögel, Störche und Reiher eignen. für diese Arten haben private Auffangstationen häufig keine adäquaten Unterbringungsmöglichkeiten. Kleinere Vogelarten sind nach unseren Erfahrungen bei anderen Auffangstationen besser aufgehoben.
  • Tierheime verfahren recht unterschiedlich mit abgegebenen Wildvögeln. Bitte bedenken Sie, dass in den meisten Tierheimen die Pfleger bereits mit den dortigen Haustieren mehr als ausgelastet sind und mit der zusätzlichen Pflege von Wildvögeln überfordert werden. Einige Tierheime lehnen daher die Annahme von Wildvögeln von vorneherein ab oder geben sie an Personen weiter, die sich um die Aufzucht und Pflege kümmern.Andere Tierheime, denen solche Anlaufstellen fehlen, sind dazu gezwungen, die abgegebenen Wildvögel „nebenher“ laufen zu lassen, womit eine ausreichende Betreuung nicht immer möglich ist.
  • Klären Sie vorab bitte auch genau ab, wie die Person/Institution mit gehandicapten oder kranken Tieren verfährt. Nicht jede Station pflegt dauerhaft freiheitsuntaugliche Vögel. Die Euthanasie wird in vielen Fällen aus unterschiedlichen Gründen vorgezogen.
  • Sollten Sie nach einem Dauerpflegeplatz für ihren gehandicapten Fundvogel suchen, so erkundigen Sie sich vorab bitte genau über die Haltungsbedingungen (keine Einzelhaltung, artgerechte Voliere etc.). Haben Sie einen adäquaten Platz gefunden, so erweist es sich als sinnvoll, ab und an nach dem Befinden des Vogels zu fragen. Und dies nicht nur aus Gründen der „Kontrolle“. VogelpflegerInnen, die mit Herz bei der Sache sind, freuen sich über Ihre Nachfrage!

Ergänzungen zu dieser Liste sind jederzeit willkommen. Bitte senden Sie diese an die Adresse wildvogelhilfe@wildvogelhilfe.org. Ebenso sind positive sowie negative Rückmeldungen bezüglich Ihrer Erfahrungen mit von uns aufgelisteten Auffangstationen sehr erwünscht!

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir eine Station nicht zwingend aufgrund negativer Rückmeldungen aus unserer Liste löschen. Zum einen sind wir um Objektivität bemüht, zum anderen kann das Löschen einer Station für viele Wildvögel den Tod bedeuten. Fehler passieren überall, wo Menschen „werkeln“ und die Aufzucht von Wildvögeln ist ein stetiger Lernprozess.

Seien Sie aber sicher, dass wir Ihre Rückmeldung ernst nehmen.

Neuaufnahmen in unserer Liste sollten über fundierte praktische Erfahrung mit verschiedenen Vogelarten verfügen. Aktivitäten in Facebookgruppen, Internetforen und dergleichen ersetzen nicht das, was im direkten Umgang mit Wildvögeln erlernt werden kann.
Eine eigene Auswilderungsmöglichkeit sowie der Verbleib nicht mehr auswilderbarer Vögel werden von uns hinterfragt.
Der Ansturm auf gelistete Stationen ist zur Hauptsaison sehr groß, dem sollte eine eingetragene Station gewachsen sein. Nicht selten ist mit Neuzugängen im zweistelligen Bereich am Tag zu rechnen.
Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir eine Aufnahme ablehnen oder auf später verschieben.

Der NABU bietet ebenfalls eine Liste mit Auffangstationen an, die Sie hier finden können.
Die Wildvogelpflegestation Marburg e.V. bietet eine weitere Liste mit Vogelpflegern an, die Sie auf folgender Website finden: www.wildvogelpflege.de.

Die Pflege und Aufzucht von Wildvögeln ist extrem zeit- und kostenaufwendig. Die Station, die Ihren Pflegling aufnimmt, wird sich sicher sehr freuen, wenn Sie nachfragen, inwieweit Sie Hilfe anbieten können. Möchten Sie wissen, wie Sie sich für unser Projekt, die Wildvogelhilfe, engagieren können, so sprechen Sie uns bitte an unter wildvogelhilfe@wildvogelhilfe.org.
Beitragsbild Auffangstationen, © J. Swaton
Grafik © J. Swaton

Der Transport von Vögeln zu Auffangstationen

Haben Sie eine Auffangstation gefunden, die den Vogel übernehmen würde, sollte Ihr Pflegling schnellstmöglich und auf schonende Weise dort hin transportiert werden.

Je nach Alter und Größe des Vogels eignet sich hierfür ein Karton entsprechender Größe mit Luftlöchern. Auf den Boden sollte eine rutschfeste Unterlage, zum Beispiel ein Frotteehandtuch, gelegt werden. Dauert der Transport länger und der Vogel frisst und trinkt bereits selbst, sollten zusätzlich Futter und Wasser in geeigneten Behältern in die Transportbox gestellt werden.

Die Box oder den Karton platziert man am besten auf dem Rücksitz des Autos, hierbei ist eine Fixierung mit dem dem Sicherheitsgurt besonders wichtig.

Sollten Sie keine Möglichkeit haben, den Vogel selbst zur Station zu transportieren, können Sie beispielsweise auch spezielle Kurierdienste, die Tiertransporte durchführen, in Anspruch nehmen. Allerdings sind die Tiere in diesem Fall relativ lange unterwegs. Sie werden nachmittags bei Ihnen zu Hause abgeholt und erst am nächsten Vormittag ausgeliefert. Frisst Ihr Pflegling nicht selbst, kann die Zeitspanne vom Abholen bis zur Auslieferung zu lange sein. Kurierdienste eignen sich deshalb eher als Transportmöglichkeit für verletzte Altvögel und Jungvögel, die bereits selbst fressen. Die Kosten für den Transport eines Vogels liegen bei etwa 40 Euro.

Hier einige Beispiele für auf den Tiertransport spezialisierte Kurierdienste:

  • GEL Express-Logistik GmbH
    Hanns-Martin-Schleyer-Str. 15
    D-47877 Willich
    Tel.: 02154/94 67-0
    Fax: 02154/946767
  • ILONEXS GmbH & Co. KG
    Franz-Gessen-Str. 48
    52249 Eschweiler
    Tel.: 02403/9518-50
    Fax: 02403/9518-55
    E-Mail: info@ilonexs.de
Bitte beachten Sie, dass es sich bei den genannten Unternehmen nicht um Auffangstationen, sondern um Kurierdienste handelt, die unter anderem Tiere transportieren! Diese Unternehmen können selbst keine Tiere zur Pflege aufnehmen!

Eine Alternative stellen Pendler dar, die regelmäßig oder auch einmalig die Strecke fahren und bereit sind, Ihren Pflegling mit zu nehmen. Der Vorteil ist ein rascher und auch kostengünstiger Transport des Vogels. Allerdings hat diese Option den Nachteil, dass Sie nicht wissen nicht, an wen sie dabei geraten und wie dieser Mensch mit Ihrem Vogel umgeht. Vorherige Telefonate, in denen Sie die Situation schildern, können Aufschluss darüber geben, ob Sie die Person für vertrauenswürdig halten oder nicht.

Es sollte in dem Fahrzeug während des Transportes nicht geraucht werden und auch längere Aufenthalte bei hohen Außentemperaturen sollten vermieden werden. Unsere Erfahrungen mit Pendlern als Vogelkuriere waren bislang positiv.

Im Kleinanzeigenteil Ihrer Zeitung finden Sie Hinweise auf Mitfahrgelegenheiten. Auch das Internet bietet hierzu Informationen: